Focus Online 18.01.2005

Das Nibelungenlied

Schon im Mittelalter erfreute sich die Geschichte um Liebe und Verrat größter Beliebtheit, davon zeugen 35 erhaltene Handschriften und Fragmente des Nibelungenlieds, und auch heute noch wird der Stoff immer wieder aufgegriffen und neu erzählt.

Kein Wunder! Kaum eine Geschichte ist so fesselnd wie die Sage um den Helden Siegfried, der den Schatz der Nibelungen erringt und am Hof der Burgunder um die Hand der schönen Kriemhild anhält. Zahlreiche Abenteuer muss der kühne Recke dazu auf sich nehmen. Er kämpft an der Seite des Burgunder-Königs Gunter gegen Sachsen und Dänen und begleitet ihn bei der gefährlichen Brautwerbung um die stolze Königin Brunhild. Da diese aber nur den Mann heiraten wird, der sie im sportlichen Wettkampf besiegt, hilft Siegfried Gunther bei der Eroberung der Braut. Als Lohn darf er Kriemhild, die Schwester Gunthers, heiraten.

Mit dem Einzug des Paares in Xanten, der Heimat Siegfrieds, scheint alles ein glückliches Ende zu nehmen. Doch bei einem erneuten Besuch am Burgunderhof nimmt das Unglück seinen Lauf. Siegfried wird durch eine List Gunthers und seines Gefolgmannes Hagen auf die Jagd gelockt und hinterhältig ermordet. Kriemhild schwört Rache an den Mördern ihres Mannes und geht eine Ehe mit dem König der Hunnen ein, um sich die notwendige Macht für die Vergeltungspläne zu verschaffen. Nach Jahren lädt sie ihre Brüder und Hagen zu einem Hoffest im Land der Hunnen ein, auf dem es zum alles beendenden Blutbad kommt. Im Laufe der Kämpfe gehen alle Burgunder zu Grunde, selbst Kriemhild überlebt ihre Rache nicht.

Dieses große historische Heldenepos wurde nun von der preisgekrönten Autorin Auguste Lechner in eine romanhafte Form und moderne Sprache gebracht. Mit ihrem neuen Hörbuch „Die Nibelungen“ (gesprochen von Markus Meyer) gelingt es ihr, den Zuhörer in die sagenhafte und abenteuerliche Welt der Nibelungen zu entführen. ...



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